Aktion Diabetes

Umfassende und koordinierte Versorgung

Die Diabetes-Gesellschaften im Wallis erhalten von der Gesundheitsförderung Schweiz dank eines mit Unterstützung der Dienststelle für Gesundheitswesen entwickelten Projekts 2 Millionen Franken für den Aufbau von Aktion Diabetes, einem Programm zur umfassenden Diabetesversorgung auf Ebene des Kantons. Die Umsetzung begann im Januar 2019 und wird vier Jahre in Anspruch nehmen. Ziel ist es, alle Phasen der Versorgung von Patienten mit Diabetes oder einem Risiko für die Entwicklung von Diabetes zu koordinieren und Verbesserungen zu erreichen.

Die Zahl der Menschen mit Diabetes nimmt im Wallis, wie auch weltweit, stetig zu. 5 % der Walliser Bevölkerung leiden an Diabetes, wobei dieser Anteil bei den über 65-Jährigen auf 10 % ansteigt. Die tatsächlichen Zahlen gehen vermutlich über diese Schätzung noch hinaus, denn viele Menschen wissen gar nicht, dass sie Diabetes haben. Häufig wird die Diagnose erst gestellt, wenn Komplikationen auftreten, im Durchschnitt 10 Jahre nach Beginn der Erkrankung.

Das Projekt Aktion Diabetes zielt darauf ab, die Behandlung von Menschen mit einem gestörten Blutzuckerspiegel, oder bei denen Diabetes diagnostiziert wurde, möglichst früh zu beginnen. Geplant ist eine verstärkte interprofessionelle Zusammenarbeit, um die Leute bei ihren Bemühungen zu unterstützen, der Entwicklung von Diabetes oder von Komplikationen im Zusammenhang mit der Erkrankung entgegenzuwirken.

Zu diesem Zweck wird sich die Rolle der Walliser Diabetes-Gesellschaften dahingehend ändern, dass sie nicht nur die Ärzteschaft unterstützen, sondern sich zu einem Partner bei der Koordination und Betreuung von Patienten entwickeln. Diese Verbände übernehmen künftig insbesondere die Aufgabe, die Zusammenarbeit aller im Gesundheitswesen tätigen Fachleute zu fördern, um eine individuell abgestimmte umfassende Patientenbetreuung zu ermöglichen. Sie werden ihre Bemühungen auf die Förderung der Autonomie und der Gesundheitskompetenz und damit auf die Selbstmanagement der Betroffenen konzentrieren, um das Auftreten von Diabetes oder der damit verbundenen Komplikationen zu verhindern.

Darüber hinaus zielt das Projekt auch darauf ab, Menschen mit einem stark erhöhten Diabetesrisiko zu erkennen und zu unterstützen. Jahr für Jahr entwickelt sich im Durchschnitt bei 10 % der Betroffenen Diabetes. Bereits eine zeitweilige Normalisierung des Blutzuckerspiegels kann das Risiko für Diabetes und damit verbundene Komplikationen um mehr als 50 % reduzieren.

Mit dem Programm Aktion Diabetes wollen die Diabetes-Gesellschaften im Wallis und die Projektpartner die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen in der Walliser Bevölkerung, die Häufigkeit und die Schwere der mit dieser Krankheit verbundenen Komplikationen und die Gesundheitskosten reduzieren.

Dieses Programm ist Teil der Kantonalen Diabetesstrategie die vom Staatsrat 2017 beschlossen wurde. Die Umsetzung ist von einem Lenkungsausschuss überwacht, der sich
aus Vertretern von Diabetes-Gesellschaften, Ärzten und Praxis-Fachpersonen, alters- und Pflegeheime, sozialmedizinischen Zentren, Apothekern, Ernährungsberater/innen, Podologen, dem Walliser Gesundheitsobservatorium und verschiedener kantonaler Dienststellen (DGW, DIHA, DSW) zusammensetzt.

Die Diabetes-Gesellschaft Oberwallis und die Association valaisanne du diabète wurden vom Kanton beauftragt, die Versorgung von Diabetes-Patienten zu verbessern. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Betreuung der Patienten, die Koordinierung der Versorgung auf Ebene des Kantons sowie die Durchführung von Präventionsmassnahmen für die Walliser Bevölkerung.

Kontactperson :

Mélisande PIOTA, Koordinatorin des Projekts Aktion Diabetes – 027 322 99 72
Cédric DESSIMOZ, Adjunkt des Kantonsarztes und Präsident des Lenkungsausschusses des Projekts – 076 469 69 29
Alexandra QUARROZ, Koordinatorin der Association valaisanne du diabète (AVsD) – 027 322 99 72

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

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